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Ben wurde im Kindergarten viel ausgegrenzt

Ben ist neun Jahre alt und ein fröhliches und glückliches Kind, aber er hat auch schlechte Tage. Der Junge ist in der 34. Schwangerschaftswoche mit einer „Spina bifida“ (Wirbelspalt) auf die Welt gekommen. Auch leidet er an einem Herzfehler, hat Blasen –und Darmentleerungsstörungen, Asthma und er krampft.

In der 25. Schwangerschaftswoche erfolgte die Diagnosestellung und seinen Eltern wurde die Frage gestellt, ob sie das Kind möchten. Für sie stand aber fest, dass sie das Kind wollen und es gemeinsam schaffen. „Es war eine schwere Zeit und wir wussten des Öfteren nicht, ob Ben überleben wird. Aber wir und Ben haben gekämpft und wir haben es geschafft.“, erzählt Mutter Raphaela mit Tränen in den Augen.

Ben mit seiner Mutter Raphaela.

Mittlerweile sind Bens Eltern getrennt, für die Mutter stellt dies eine noch höhere Belastung dar, jetzt kämpfen sie und Ben nur noch zu zweit: „Wir schaffen das auch, aber ich fühle mich oft auch sehr alleine.“

„Viele Freunde haben sich von uns abgewandt, weil wir keine Zeit hatten, viele Termine standen an und wir mussten oft absagen, weil unser Kind irgendwas hat. Das verstehen viele nicht.”, beschreibt die Mutter die Auswirkungen auf ihr Umfeld.

“In den ersten zwei Jahren waren Ben und ich eigentlich nur im Krankenhaus. In der Klinik haben wir aber Menschen kennengelernt, die ähnliche Schicksale hatten. Dort haben sich große Freundschaften entwickelt. Auch im Kindergarten haben wir eine Familie kennengelernt, wo Ben das erste Mal auf einen Geburtstag eingeladen wurde. Ben wurde im Kindergarten viel ausgegrenzt.“ weiterlesen

Osterbesuch in der „Freizeitwoche“

„Jedes dieser Kinder, das ich kennenlernen durfte, spendet mir selbst Mut! Jedes dieser Schicksale ist schwer. Ich bewundere die Eltern, aber auch die Geschwister, wie sie diese Situation meistern. Das Lachen dieser Kinder ist mein schönstes Ostergeschenk!“, antwortet unsere Schirmherrin Maria Fuchs auf die Frage der „Freizeitwoche“, welches der Kinderschicksale ihr besonders ans Herz gehen würde.

Ausgabe Nr. 16 / 12. April 2022

Beim Osterbesuch der Schauspielerin hier im Familienhafen wurde sie von einer Reporterin begleitet. Es wurden schöne Fotos gemacht und mit unseren Kindern Ostereier bemalt. weiterlesen

Die Häschen sind los

Frohe Ostern wünschen unsere Kinder und unsere Schirmherrin, Schauspielerin Maria Fuchs. Wir hatten einen schönen Nachmittag hier im Familienhafen, es wurden Eier bemalt und getitscht. Natürlich auch viel zu viel Schokolade genascht. Danke an alle Familien für diesen kunterbunten Nachmittag hier bei uns im Familienhafen!
Wir wünschen allen Freundinnen und Freunden erholsame Tage im Kreise eurer Liebsten.

 

 

Fotos: Klaus Becker/action press für Bauer Stars&Stories.

Startschuss für den Kinder-Lebens-Lauf 2022

Am 07. April fiel der Startschuss für den diesjährigen Kinder-Lebens-Lauf. Wir wurden vom „Bundesverband Kinderhospiz e.V.“ nach Berlin eingeladen, um an der Feierlichkeit mit teilzunehmen.

Schauspieler und Botschafter Didi Hallervorden zusammen mit Moderatorin Kim Fischer und Starterkind Rasul.

Moderatorin Kim Fischer und Schauspieler Didi Hallervorden, der auch Botschafter des „Bundesverband Kinderhospiz e.V.“ ist, hielten beeindruckende Ansprachen und standen zusammen mit dem Starterkind Rasul, vor den geladenen Gästen. weiterlesen

Das sind wir: Iris vom Familienhafen

Liebe Iris,  du arbeitest hauptamtlich für die Öffentlichkeitsarbeit im Familienhafen.

Erzähle uns bitte etwas über eure Organisation.
Was genau macht ihr, seit wann gibt es euch und was sind eure Beweggründe für die Gründung gewesen?

Der „Familienhafen“ wurde 2009 gegründet und war damals der erste ambulante Kinderhospizdienst im Großraum Hamburg.

Neben einer pflegerischen Entlastung, gab es damals keine Angebote für eine psychosoziale Entlastung in der Häuslichkeit. Dies ist allerdings ein sehr wichtiger Faktor, um innerhalb einer betroffenen Familie die Lebensqualität ein Stück weit erhalten zu können.

Diese Versorgungslücke wollte der Familienhafen schließen.

Iris vom Familienhafen

Was kann jeder Einzelne tun, um euch zu unterstützen? 

Wir freuen uns immer über jeden Menschen, der gerne eines unserer Kinder als Lotsin / Lotse begleiten möchte. Für diese Aufgabe bilden wir vorab bei uns aus.

Darüber hinaus benötigen wir sehr dringend Hilfe im Fundraising und Öffentlichkeitsarbeit, da wir dringend auf Spendengelder angewiesen sind. Angefangen bei der Organisation für eine Tombola oder eines größeren Spenden-Events im eigenen Netzwerk, bis hin zur privaten Geburtstagsspende. Wir freuen uns über jede Hilfe!

Hast Du persönlich einen Tipp, wie man mit traurigen oder emotional belastenden Situationen (privat oder beruflich) umgehen kann? 

Das ist tatsächlich ein sehr individuelles Thema. Dem oder der einen helfen Rituale, wie z.B. das Anzünden einer Kerze. Für jemand anderen ist es ein Lauf  entlang Elbe, um sich den Kopf durchpusten zu lassen.

Wichtig ist, dass man sich nicht selber unter Druck setzt, um die schmerzlichen Gefühle so schnell wie möglich loszuwerden, sondern sich auch erlaubt, diese zu fühlen und sich, egal wie lange, Zeit damit lässt.

Alles Unterdrückte holt uns schließlich früher oder später wieder ein.

Ihr bietet eine spezielle Ausbildung für ehrenamtliche Helfer an. Warum ist eine Ausbildung wichtig, wie läuft diese ab und wie können neue Helfer*innen teilnehmen? weiterlesen