Erfahrungen

Der Familienhafen im „Hamburg Journal“, NDR

Screenshot, TV-Beitrag „Hamburg Journal / Hamburg Ehrensache“, NDR

„Es geht darum, das Hier und Jetzt zu genießen“
Familienhafen-Lotse Christoph 

Unser Lotse Christoph ist seit 2021 Lotse im Familienhafen. Der „NDR“ hat den 27-Jährigen einen Tag lang begleitet, um mehr über sein Ehrenamt bei uns zu erfahren.
Im „Hamburg Journal“ wird unter der Rubrik „Hamburg Ehrensache“ wöchentlich ein herausragender Mensch vorgestellt, der seine Zeit und Kraft einem Ehrenamt im Großraum Hamburg widmet.

Zusammen mit Christoph besucht das Kamerateam den 20-jährigen Julius, der an der Muskeldystrophie Duchenne erkrankt ist. Lotse Christoph und Julius verbringen einen schönen Tag um den Krupunder See herum und tauschen sich aus. Julius genießt die Zeit mit seinem Lotsen und für Christoph ist es wichtig einfach da zu sein, Julius zuzuhören und im Hier und Jetzt zu bleiben.

Wir danken Christoph und all unseren Ehrenamtlich für ihren liebevollen Einsatz, denn nur sie machen eine Begleitung unserer betroffenen Familien erst möglich.

Den gesamten Beitrag vom 18. Mai 2024 können Sie hier sehen, es lohnt sich!

TV-Beitrag Familienhafen, NDR

 

Screenshot, TV-Beitrag „Hamburg Journal / Hamburg Ehrensache“, NDR

 

Aleksandra spricht nicht, aber zeigt, was sie mag

Unsere Lotsin Noemi ist 28 Jahre alt und kommt ursprünglich aus Stuttgart. 2018 hat es sie nach Hamburg verschlagen, wo sie derzeit Psychologie studiert und als Nebenjob in der Pflege auf einer Intensivstation für Erwachsene arbeitet (vor ihrem Studium hat sie bereits eine Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpflegerin gemacht).

In ihrer Freizeit probiert Noemi sehr gerne Neues: „Dieses Jahr waren es Klettern, Salsa tanzen, Töpfern und eine Alpenüberquerung mit dem Fahrrad. Ich koche sehr gerne, das entspannt mich nach einem langen Tag am Schreibtisch und ich bin sehr gerne in der Natur.“

Doch damit nicht genug, denn ihr Herzenswunsch war es, auch ein Ehrenamt beim Familienhafen zu beginnen, wo sie mit Kindern zu tun hat und neue Leute kennenlernen kann.

Für den Familienhafen begleitet Noemi die sechsjährige Aleksandra, die an einer Stoffwechselerkrankung und an Epilepsie erkrankt ist. weiterlesen

„Adam ist ein richtiges Zahlengenie“

Lotsin Kathrin ist mit ihren 36 Jahren schon viel um die Welt gekommen. Die gebürtige Niedersächsin verbrachte durch ihr Studium und ihren Beruf viele Jahre in Baden-Württemberg, Laos und Indonesien. Doch seit eineinhalb Jahren hat es sie nach Deutschland, genauer nach Hamburg, zurückverschlagen.  Hier hat sie sich auch direkt einem Ehrenamt im Familienhafen verschrieben und besucht regelmäßig die drei Geschwister Adam, Ella und Baby Uri.

Freitags holt Lotsin Kathrin „ihre Kinder“ Adam und Ella zur Musikstunde ab.

Was hat dich dazu bewegt, ein Ehrenamt als Lotsin beim Familienhafen anzufangen?

Ich bin in einem Familien- und Freundeskreis aufgewachsen in dem es normal ist sich viel, auch in schwierigen Situationen beiseite zu stehen. Trotzdem gab es einige schwere Momente in dem es gut getan hat sich mit einer außenstehenden Person zu unterhalten oder Unterstützung zu erhalten. Nachdem ich persönlich so gute Erfahrungen damit gesammelt hatte, hatte ich mir vorgestellt, dass die Familien die über den Familienhafen begleitet werden, ähnlich empfinden könnten.

Zudem hat ein Ehrenamt mir in jedem der neuen Wohnorte die Möglichkeit gegeben Personen mit unterschiedlichsten Hintergründen kennenzulernen. Auch beim Familienhafen waren wir schon in der Weiterbildung eine bunt gemischte Gruppe mit der ich jedes Mal wieder gerne meine Wochenenden verbracht habe.

Welche Kinder begleitest Du?

Adam ist mit sieben Jahren der Älteste. Er ist sehr hilfsbereit und zudem ein richtiges Zahlengenie, man findet ihn oft am Rechnen. Adam ist mit dem Möbius Syndrom geboren. Ella wird bald drei Jahre alt. Sie ist ein richtiger Wirbelwind und probiert mutig Neues aus. Seit August 2022 gibt es dann noch Uri. Er zeichnet sich bisher durch seine gute Laune und Lächeln aus. weiterlesen

Mit Mario erkundet Louis seine kleine Welt

Unser Lotse Mario begleitet den 6-jährigen Jungen Louis, der an Neurofibromatose erkrankt ist. Der 52-jährige Hamburger arbeitet hauptberuflich in einem luftfahrttechnischen Betrieb und liebt Golf und Reisen. Wie er zu seinem Ehrenamt beim Familienhafen kam und wie sich die Treffen mit Louis gestalten, erzählt er uns im Interview.

Unser Lotse Mario betreut den 6-jährigen Louis, der an Neurofibromatose erkrankt ist.

Lieber Mario, was hat dich dazu bewogen, ein Ehrenamt als Lotse beim Familienhafen anzufangen?

Es war ein Fernsehbericht mit Judith Rakers über den Familienhafen. Ich hatte vorher immer schon überlegt, ein Ehrenamt zu übernehmen. Ich konnte jedoch lange nichts finden, was mich überzeugte. Als ich den Bericht sah, sprach mich dieses Ehrenamt an. Trotzdem hat es dann noch fast zwei Jahre gedauert, bis ich mich endgültig entschieden habe, dieses Ehrenamt beim Familienhafen zu beginnen, da ich mir der zu übernehmenden Verantwortung von Anfang an bewusst gewesen bin und ich nicht sicher war, ob ich dieser Aufgabe gerecht werden kann.

Welches Kind betreust Du?

Louis ist 6 Jahre alt und hat die Krankheit Neurofibromatose, eine genetische Erkrankung. Louis ist ein aufgeweckter Junge, der Spaß am Leben hat und sich über die von mir gebotene Abwechslung freut. Er liebt Autofahren, in echten Autos als Beifahrer und in Karussells und Auto-Scootern übernimmt er sehr gerne selbst das Steuer. Außerdem liebt er alles, was mit Polizei zu tun hat. weiterlesen

Ich lächle Ida an und sage ihr, dass alles gut ist

Atena ist 32 Jahre alt und kommt aus Hamburg. Ihre Wurzeln liegen im Iran. Sie ist vom Beruf her Arzthelferin sowie Mandala-Künstlerin. Zurzeit beendet sie ihre Ausbildung zur Heilpraktikerin. Atena ist ein sehr künstlerischer und feinfühliger Mensch und liebt aus diesem Grund das intuitive Malen sowie das Singen und Tanzen.

Für den Familienhafen betreut sie das Mädchen Ida, welches am MPPH-Syndrom erkrankt ist und täglich 40 bis 60 epileptische Anfälle hat.

Unsere Lotsin Atena besucht Ida regelmäßig.

Was hat dich dazu bewegt, ein Ehrenamt anzutreten?

Um ehrlich zu sein, fing alles mit der Corona Pandemie im März 2020 an. Mir wurde bewusst, wie gut es mir in Wahrheit geht. Ich sah wie die Pandemie sich in den Ländern ausgebreitet hatte und fing ab da so richtig an, mehr an andere Menschen zu denken, denen es nicht so gut geht, als immer nur an mich selbst.

Ich begriff, dass Nächstenliebe nur funktionieren kann, wenn wir uns selbst nicht immer als allzu ernst zu nehmen und damit anfangen, unser Glück und unsere Freude mit anderen Menschen zu teilen. In dieser Zeit war unser Verein „Humanity & Wholeness e.V.“ in der Entstehungsphase und ich war bereit, mich parallel mit dem Thema „Kinder und Tod“ zu befassen. So bin ich auf den Familienhafen gestoßen.

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